Ein neues Familien-Mitglied hält Einzug

Normalerweise findet ein Jungtier recht schnell Anschluss und erwirbt die Freundschaft der anderen Artgenossen im Haus. Natürlich hängt dies aber auch vom Verhalten der anderen Hausbewohner ab. Manchmal dauert es nur wenige Tage bis zwei Katzen sich angefreundet haben, manchmal kann es aber auch 4-8 Wochen dauern, bis sie sich ‚zusammenraufen‘. Das bedingt manchmal etwas Geduld und viel Einfühlungsvermögen.

Oft habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass zu einer bereits erwachsenen Katze*, zwei Jungtiere die idealere Lösung darstellt. Dadurch haben die beiden Jungspunde genügend Zeitvertreib untereinander und ’nerven‘ die reifere Persönlichkeit nicht ständig. Gleichzeitig erfährt die erwachsene Katze genügend Spannung sowie Abwechslung beim Beobachten der Kleinen.

*dies bedingt natürlich ein gutes Sozialverhalten der adulten Katze.

Sind Sie sich unsicher, ob Sie alles richtig machen oder wären Sie über weitere Ratschläge froh, so rufen Sie uns gerne jederzeit an.
Auch eine kompetente Tierpsychologin kann in solchen Situationen gute Unterstützung bieten. Bei schwierigeren, hartnäckigen Themen vertraue ich deshalb Naomi Giewald von Animal-Vitalis. Sie verfügt über ein fundiertes Fachwissen, bildet sich regelmässig weiter und besticht durch viel  Einfühlungsvermögen.

Auf jeden Fall sollte man sich auf etwa Fauchen, Knurren oder absoluter Ignoranz seitens der Erwachsenentiere gefasst machen. Logischerweise versuchen die „Älteren“ ihre Rechte und ihr Revier abzustecken, doch legt sich dies erfahrungsgemäss relativ schnell. Zum allgemeinen Frieden helfen mehrere Spieleinheiten täglich. So, dass alle Katzen daran teilhaben können. Sei es auch nur, dass die älteren Fellnasen interessiert den Eskapaden der Jungmannschaft zuschauen.

Selbstverständlich kann es auch unter den Norwegern Einzelgänger geben. Dies kann bei allen Katzenrassen vorkommen. Bis heute ist es mir jedoch nur äusserst selten zu Ohren gekommen.

Auch im Bezug auf Hunde habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Unsere Kitten sind auch alle Hunde gewöhnt und wachsen mit ihnen – wohl sehr respektvoll – aber in absoluter Harmonie auf. Anfangs wird wohl immer etwas gefaucht – doch eher um sich Respekt zu verschaffen, als wirklich Angst vor ihnen zu haben. Unsere eigenen Katzen sind sogar so dreist, dass sie sich bei den Hunden ihre Streicheleinheiten abholen und auch –gewollt oder ungewollt – Fellpflege an diesen vornehmen.

Wenn sich jemand über die Anschaffung einer einzelnen Katze Gedanken macht, bitte ich ihn zu bedenken, ob er diesem neuen Familienmitglied auch wirklich die notwendige Aufmerksamkeit schenken kann. Überlegen Sie sich einfach mal, ob tagsüber jemand zu Hause ist, um dem Wollknäuel Spiel- und Schmuseeinheiten bieten zu können. Oder ob das arme Kätzchen einfach den lieben langen Tag vor sich her sinnieren soll und absolut keine Beschäftigung hat. Einsamkeit ist nicht nur bei Menschen ein Auslöser für Depressionen. Auch Tiere – insbesondere Katzen – können davon betroffen sein.

Entscheiden Sie sich für ein Pärchen, sollten Sie den Zeitpunkt der Kastration nicht verpassen. Im Alter von 7-9 Monaten werden die Kleinen bereits potent und können unerwünschten Nachwuchs zeugen. So süss sich das auch anhört, kann Inzucht tragische Konsequenzen mit sich bringen. Oft ist man sich auch nicht bewusst, wie immens viel Zeit, Geduld und Sachverständnis dazu gehört, um Katzenbabies einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen.

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